Eine Immobilie als Kapitalanlage klingt für viele Menschen attraktiv.
Mieteinnahmen. Sachwert. Langfristiger Vermögensaufbau, doch dann kommt die Realität.
Eine Wohnung kaufen bedeutet meist einen hohen Kapitaleinsatz.
Dazu kommen Finanzierung, Notartermine, Verwaltung, Instandhaltung und manchmal auch Ärger mit Mietern, Handwerkern oder der Eigentümergemeinschaft. Nicht jeder Anleger möchte das und nicht jeder Anleger kann das.
Genau deshalb rücken Immobilienanleihen stärker in den Blick. Sie ermöglichen Anlegern, sich an Immobilienprojekten zu beteiligen, ohne selbst Eigentümer einer Immobilie zu werden.
Das Prinzip ist vergleichsweise einfach: Anleger stellen Kapital zur Verfügung. Der Emittent nutzt dieses Kapital für ein Immobilienprojekt. Dafür erhalten Anleger während der Laufzeit in der Regel feste Zinszahlungen.
Klingt einfach, trotzdem sollten Anleger genau verstehen, worin sie investieren. Denn Immobilienanleihen bieten Chancen, sind aber nicht risikofrei.
Kurz erklärt: Was ist eine Immobilienanleihe?
Eine Immobilienanleihe ist eine Form der Anleihe, bei der Anleger einem Unternehmen Kapital für ein Immobilienprojekt zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten sie in der Regel feste Zinsen über eine bestimmte Laufzeit. Am Ende der Laufzeit wird das eingesetzte Kapital zurückgezahlt.
Wer gibt eine Immobilienanleihe heraus?
Bei einer Immobilienanleihe investieren Anleger nicht direkt in eine Wohnung oder ein Haus. Sie kaufen also keine Immobilie, stattdessen stellen sie einem Unternehmen Kapital zur Verfügung, das dieses Geld für ein Immobilienprojekt nutzt. Das kann zum Beispiel der
- Erwerb,
- die Entwicklung,
- die Sanierung oder
- die Fertigstellung einer Immobilie sein.
Der Anleger erhält dafür keine Mieteinnahmen und wird auch nicht Eigentümer des Objekts, er erhält einen Zins. Damit ähnelt eine Immobilienanleihe grundsätzlich einer klassischen Unternehmensanleihe. Der Unterschied liegt darin, dass das Kapital in der Regel für ein Immobilienvorhaben verwendet wird.
Weiterlesen: In Anleihen investieren
Wie funktioniert eine Immobilienanleihe?
Eine Immobilienanleihe wird von einem Emittenten ausgegeben. Der Emittent ist das Unternehmen, das Kapital aufnimmt und die Anleihe anbietet. Er ist verantwortlich für das jeweilige Immobilienprojekt und verpflichtet sich, die vereinbarten Zinsen zu zahlen und das Kapital am Ende der Laufzeit zurückzuführen.
Wichtige Fragen, die sich Anlegende stellen sollten sind dabei:
Welches Immobilienprojekt wird finanziert?
Wer steht hinter dem Projekt?
Welche Konditionen erhalte ich?
Woher kommen die Zinsen?
Denn am Ende investieren Anleger nicht nur in eine Immobilie, sondern auch in die Fähigkeit des Emittenten, das Projekt erfolgreich umzusetzen und seine Verpflichtungen zu erfüllen.
Woher kommen die Zinsen?
Eine der wichtigsten Fragen lautet:
Warum erhalten Anleger bei Immobilienanleihen Zinsen?
Die Antwort ist relativ einfach: Der Emittent nutzt das Kapital der Anleger für ein Immobilienprojekt. Dafür zahlt er einen vereinbarten Zinssatz. Dieser Zinssatz ist die Gegenleistung dafür, dass Anleger ihr Geld für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stellen und dabei ein Risiko übernehmen.
Die Zinsen können aus unterschiedlichen Quellen bedient werden. Zum Beispiel aus laufenden Einnahmen, aus Projektentwicklungen, aus Wohnungsverkäufen oder aus einer späteren Refinanzierung durch weitere Geldgeber.
Entscheidend ist deshalb, dass Anleger verstehen, wie das konkrete Projekt funktioniert.
Weiterlesen: Sicherheit als Anlagekriterium
Wo soll Wert entstehen?
Wie realistisch ist der Zeitplan?
Welche Einnahmen werden erwartet?
Welche Risiken bestehen?
Welche Chancen bieten Immobilienanleihen?
Immobilienanleihen können für Anleger interessant sein, die Immobilien als Anlageklasse nutzen möchten, ohne selbst eine Immobilie zu kaufen. Sie ermöglichen den Zugang zu Immobilienprojekten mit einem wesentlich geringeren Kapitaleinsatz als beim direkten Immobilienkauf. Außerdem sind Laufzeit und Verzinsung in der Regel klar definiert.
Für Anleger kann das Planung schaffen. Sie wissen vor der Investition, wie lange ihr Kapital gebunden ist und welche Zinszahlungen vorgesehen sind.
Ein weiterer Punkt ist die Diversifikation. Wer bereits in Aktien, ETFs oder klassische Anleihen investiert, kann Immobilienanleihen als zusätzlichen Baustein betrachten. Sie können helfen, ein Portfolio breiter und schwankungsresistenter aufzustellen und nicht ausschließlich von einer Anlageklasse abhängig zu sein.
Immobilienanleihen sind keine risikofreie Geldanlage. Auch wenn der Begriff Immobilie bei vielen Menschen ein Gefühl von Stabilität auslöst, bleibt eine Immobilienanleihe ein Investment mit unternehmerischem Risiko und unterliegt nicht der Staatlichen Einlagensicherung.
Das wichtigste Risiko ist das Emittentenrisiko. Kann der Emittent seine Verpflichtungen nicht erfüllen, können sich Zinszahlungen verzögern, ganz ausfallen oder das eingesetzte Kapital kann teilweise oder vollständig verloren gehen.
Deshalb sollten Anleger genau hinschauen, wer die Immobilienanleihe herausgibt. Wichtig ist unter anderem, ob der Emittent ausreichend Erfahrung mit Immobilienprojekten hat, welches Know-how im Unternehmen vorhanden ist und ob bereits vergleichbare Projekte oder frühere Immobilienanleihen erfolgreich umgesetzt wurden.
Neben dem Emittenten können auch beim Projekt selbst Risiken entstehen, dabei kann eine sorgfältige Due Diligence helfen, diese Risiken besser einzuschätzen.
Sind zusätzlich Banken in die Finanzierung eingebunden, kann das ein weiterer wichtiger Prüfpunkt sein. Banken unterziehen Immobilienprojekte in der Regel einem eigenen Prüf- und Sicherheitsprozess. Das ersetzt nicht die eigene Bewertung des Anlegers, kann aber ein zusätzlicher Hinweis auf die Belastbarkeit eines Projekts sein.
Deshalb sollten Anleger nicht nur auf die Höhe der Verzinsung schauen, sie sollten prüfen, ob sie das Projekt, den Emittenten und die Risikostruktur verstehen.
Weiterlesen: Due Diligence – So prüfen erfolgreiche Investoren
Für wen können Immobilienanleihen interessant sein?
Immobilien bleiben für viele Anleger attraktiv. Nicht jeder möchte aber gleich eine Wohnung kaufen, einen Kredit aufnehmen oder sich um Mieter und Verwaltung kümmern.
Dennoch passen Immobilienanleihen nicht zu jedem Anleger. Wer jederzeit über sein Geld verfügen möchte, sollte die feste Laufzeit beachten. Wer keinerlei Verlustrisiko eingehen möchte, muss verstehen, dass auch Immobilienanleihen Risiken mit sich bringen.
Immobilienanleihen können deshalb eine Möglichkeit sein, die Anlageklasse Immobilien ins Portfolio zu holen. Mit festen Zinsen und klarer Laufzeit, aber ohne selbst Eigentümer zu werden.
Weiterlesen: Investmentstrategie
Die zentrale Frage lautet deshalb nicht:
Ist eine Immobilienanleihe gut oder schlecht?
Sondern:
Passt diese Immobilienanleihe zu meiner Strategie, meinem Anlagehorizont und meiner Risikobereitschaft?
Immobilienanleihe oder direkte Immobilie?
Einsteiger sollten sich bei Immobilienanleihen nicht von hohen Zinssätzen allein leiten lassen, wichtiger ist, das gesamte Angebot zu verstehen. Dazu gehören:
- der Emittent,
- das Projekt, die Laufzeit,
- die Verzinsung, die Mittelverwendung,
- mögliche Sicherheiten,
- Kosten und Risiken.
Auch die bereitgestellten Unterlagen spielen eine wichtige Rolle, denn je transparenter ein Angebot aufbereitet ist, desto besser können Anleger einschätzen, ob das Investment zu ihnen passt.
Eine einfache Grundregel lautet:
Inverstieren sie in eine Produkt, das sie verstehen.
Worauf sollten Einsteiger besonders achten?
Viele Anleger vergleichen Immobilienanleihen mit dem direkten Kauf einer Immobilie, dabei ist der Unterschied grundlegend.
Wer eine Wohnung kauft, wird Eigentümer. Er kann Mieteinnahmen erzielen und an einer möglichen Wertsteigerung der Immobilie profitieren. Gleichzeitig trägt er Verantwortung für Finanzierung, Verwaltung, Instandhaltung und Vermietung. Zudem ist ein Immobilienkauf meist mit einer längeren Kapitalbindung von mehr als 10 Jahren verbunden.Gleichzeitig tragen Anleger sämtliche Chancen und Risiken selbst.
Bei einer Immobilienanleihe ist das anders. Anleger werden nicht Eigentümer der Immobilie. Sie stellen Kapital für eine Immobilie zur Verfügung und erhalten dafür vereinbarte Zinsen. Der Aufwand ist geringer, die Struktur klarer, aber auch die Rechte und Chancen sind andere.
Eine Immobilienanleihe ersetzt deshalb nicht automatisch den Immobilienkauf.
Sie ist eine andere Form, sich dem Immobilienmarkt als Anleger zu nähern.
Wie unterstützt UNIVERS Capital Anleger?
Eine Immobilienanleihe sollte nicht nur über den Zinssatz verstanden werden das Entscheidende ist das Gesamtbild.
Deshalb stellt UNIVERS Capital Anlegern umfangreiche Informationen zu den angebotenen Investmentmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören Projektinformationen, Zeichnungsunterlagen, Angaben zu Chancen und Risiken, Finanzierungsstrukturen sowie Hintergründe zu den jeweiligen Emittenten.
Über die Investmentplattform können Anleger aktuelle Investmentangebote einsehen und sich vor einer Entscheidung umfassend informieren. Ziel ist es, Anlegern eine Grundlage zu geben, auf der sie Immobilienanleihen besser verstehen, einordnen und prüfen können.
Immobilienanleihen können eine interessante Möglichkeit sein, in Immobilienprojekte zu investieren, ohne selbst eine Immobilie zu kaufen. Dabei bieten sie:
- planbare Zinszahlungen,
- klare Laufzeiten und
- Zugang zu einer Anlageklasse, die für viele Anleger seit Jahren attraktiv ist.
Gleichzeitig sind Immobilienanleihen keine sichere Anlage im Sinne einer Garantie. Anleger stellen einem Emittenten Kapital zur Verfügung und übernehmen damit, wie bei jeder Kapitalanlage, Risiken. Genau deshalb kommt es darauf an, jedes Angebot sorgfältig zu prüfen und zu verstehen, wie Projekt, Zinsen, Laufzeit und Rückzahlung zusammenhängen.
Immobilenanleihen sind eine Investmentmöglichkeit für Anleger, die wissen möchten, worin ihr Geld arbeitet.
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